Bezirksgericht Meilen
Neubau Bezirksgericht mit Zugangstunnel zum Bestand
Der dreigeschossige Neubau des Bezirksgerichts Meilen erweitert den bestehenden Gerichtstrakt und besetzt die zuvor unbebaute Geländeterrasse unterhalb der Unteren Bruechstrasse. Über einen unterirdischen Verbindungsgang ist der neue Baukörper direkt mit dem Bestand erschlossen.
Im Untergeschoss befindet sich eine Einstellhalle mit 22 Parkplätzen. In den darüberliegenden Geschossen sind unterschiedlich grosse Gerichtssäle, Besprechungszimmer, Büros sowie Nebenräume organisiert. Die räumliche Struktur unterstützt effiziente Abläufe im Betrieb und schafft moderne, funktionale Arbeits- und Verhandlungssituationen.
Das Gebäude wurde als zweischaliger Massivbau mit hohen Sichtbetonanforderungen realisiert. Die Erdgeschossfassaden wurden als gestrahlte Sichtbetonsockel erstellt, während die Obergeschosse durch eine sorgfältig ausgeführte Klinkerfassade geprägt sind. Die Fundation erfolgte flach auf dem anstehenden Molassefels.
Für die Erstellung waren Baugrubensicherungen und Wasserhaltungsmassnahmen erforderlich. Der Bau des unterirdischen Verbindungsganges verlangte zudem das Unterfangen des bestehenden Gerichtsgebäudes.
- BauherrKanton Zürich, Baudirektion Hochbauamt
- Architektraumfindung architekten eth bsa sia
- Baujahr2022

Der Auftrag umfasste die vollständige Tragwerksplanung für den Erweiterungsbau des Bezirksgerichts Meilen. Die komplexe, in mehreren Ebenen und Volumen verschachtelte Bauweise stellte hohe Anforderungen an die strukturelle Konzeption sowie an die Planung der Sichtbetondetails, der konstruktiven Anschlüsse und der bauablaufbedingten Etappierungen. Die Dimensionierung der Decken-, Wand- und Stützenstrukturen sowie die Fundation auf dem anstehenden Molassefels bildeten zentrale Aufgaben. Ergänzend war die Ausarbeitung der erforderlichen Baugrubensicherungs- und Wasserhaltungsmassnahmen wesentliche Bestandteile des Auftrags.



